Orts Chronik
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Auerbach wo ist das?

800 v. -90 n. Chr.
Keltenzeit in Süddeutschland: Ein Grabfund in Auerbach weist auf erste Siedler hin.

90 - 271 n. Chr.
Römische Herrschaft zwischen Neckar und Rhein. Die wichtige Straße vom Rhein zur römischen Großgarnison führte durch unser Gebiet. Die Reste dieser Trasse und einer Nebenstraße sind heute noch auf Auerbacher Gemarkung Nachzuweisen. In nächster Nähe wurden die Grundrisse eines röm. Bauernhofes (Löffeläcker-Schloßheck) und einer Straßenstation (Bernhälde) festgelegt.

Nach 270
Das römische Heer zieht sich zum Rhein zurück, Teile der Bevölkerung verbleiben, Alemannen kommen als Neusiedler hinzu.

11./12. Jh.
Das Auerbachtal wird vom Pfinztal aus erschlossen und das Dorf nach Rodung aufgebaut.

1278
Bislang älteste urkundliche Erwähnung. "Urbach gehört mit Nöttingen, Mutschelbach und Wilferdingen zu einer Mark- Genossenschaft, ein Hinweis auf Zusammenhänge bei der Entstehung. Herren des Landes sind zunächst die v. Calw, dann deren Erben, die von Eberstein. Sie geben die Dorfherrschaft an niederadlige Lehensträger und Unterlehensträger weiter. Als solche treten auf: Die Herren von Roßwag, die von Remchingen und schließlich die Herren von Gärtringen. Durch Erbteilung und Verkauf von Teilrechten droht dem Dorf eine Zweiteilung in Ober- und Unterauerbach.

Ab 1297
Dem Kloster Herrenalb gelingt es nach und nach Teilrechte zu erwerben und schließlich im 15 Jh. Oberauerbach ganz in seine Hand zu bringen.

Um 1380
Errichtung einer Burg im heutigen Grenzbereich zu Nöttingen (Sommerhälde).

Um 1480
Das Kloster Herrenalb erwirbt auch Unterauerbach.

1514
Die Dörfer Auerbach, Spielberg und Ittersbach beteiligen sich an der Aufruhr der Bewegung "Armer Konrad"

1524 - 1525
Auerbach und alle übrigen Dörfer des Amtes Langensteinbach stellen sich auf die Seite der aufständischen Bauern. Sie werden danach entwaffnet und fünf Jahre lang mit sehr hohen Strafgeldern belegt.

1535
Die beiden Schutz- und Schirmherren des Klosters, die Herzöge v. Württemberg und die Markgrafen von Baden, haben meist gegensätzliche Interessen. Weil die Markgrafschaft durch Teilung geschwächt ist, dominiert Württemberg immer mehr und erzwingt in Herrenalb die Reformation. Das Klosteramt Langensteinbach bleibt jedoch noch weiter beim alten Glauben.

1556
Baden-Durlach schließt sich der Reformation an. Da nur Unterauerbach kirchlich zum badischen Nöttingen gehört, wird nur dieser Teil des Dorfes evangelisch.

1565
Württemberg führt nun mit Verzögerung in allen Klosterdörfern die Reformation ein. Eine religiöse Spaltung Auerbachs wird damit vermieden.

1603 - 1606
Durch Tausch mit Württemberg wird das Amt Langensteinbach in die Markgrafschaft Baden-Durlach Eingegliedert und die Auerbacher werden badische Untertanen.

1636
Nach anfänglicher Schonung bricht nun der 30 jährige Krieg verheerend über das Klosteramt herein. Oberauerbach wird gänzlich zerstört und in den Jahrhunderten danach nur noch zum Teil wiederbesiedelt.

1690
Die Ämter Langensteinbach und Stein werden zusammengelegt.

1699 - 1701
In Auerbach und auf angrenzendem Langensteinbacher Gelände werden reformierte Glaubensflüchtlinge aus Frankreich und Savoyen (ca. 30 Familien) angesiedelt. Viele ziehen nach 20 Jahren wieder weiter in die Uckermark. Als Erinnerung blieben Namen wie Allion, Gay und Bossert zurück.

1823 (1921)
Auerbach kommt zuerst zum Amt Durlach, wird aber nach 100 Jahren nach Ettlingen umgegliedert.

1936
Nach Schaffung der Landkreise wird Auerbach Teil des Landkreises Ettlingen.

1971
Die meisten Dörfer des früheren Klostergebietes, Ittersbach, Langensteinbach, Mutschelbach und Spielberg schließen sich mit Auerbach zu Großgemeinde Karlsbad zusammen.

1981
Auerbach wird selbständige Kirchengemeinde mit eigenem Pfarramt.